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Foto: Frank Hoppe

Jan Lundin

Jan Lundin sei dank. Aufgrund seiner Erfolge im letzten Quartal in der Oberliga und bei einem Turnier auf den britischen Inseln, steigt der Elo-Durchschnitt des Turniers um sechs Punkte auf 2488. Natürlich hat sich nicht nur seine Elo verändert. Er trägt aber den Löwenanteil an der Verbesserung. Satte 45 Punkte legte er zu! Damit hat er auch die Latte für eine IM-Norm für sich selbst etwas tiefer gelegt. Statt über 5,5 muß er nur noch über 5,0 Punkte “springen”. Auch wenn Lundin immer noch am Ende der Startrangliste steht, so trauen ihm die Besucher dieser Seiten doch Einiges zu. In der Umfrage nach dem künftigen Sieger liegt er im Moment mit 6 Stimmen auf Platz 7.

Ob die 5-Punkte-Marke auch für den zweiten FIDE-Meister Atila Figura reicht, wage ich zu bezweifeln. Nach den FIDE-Titelbestimmungen gilt nicht mehr der Turnierdurchschnitt, sondern der Durchschnitt der Gegner. Das macht die Berechnungen aufwendiger, weil jeder Spieler seine eigenen Titelnormen hat.

Für die Spieler, die bereits Internationaler Meister sind, ist die GM-Norm natürlich weit interessanter. Hier hat sich nichts geändert. Es bleibt bei 7,5 Punkten und es wird wohl auch beim Gegnerdurchschnitt keine die Norm beeinflussenden Änderungen geben.

Nach dem Stand der Umfrage zu urteilen, kommen wohl nur IM Ilja Schneider (18 Stimmen, Platz 3)  und FM Atila Figura (15 Stimmen, Platz 4) für eine GM-Norm in Frage. Elisabeth Pähtz und René Stern ist diese aber auch zuzutrauen.

Emanuel_Lasker

Ist Emanuel Lasker ein Betrüger?

Das aktuelle Großmeisterturnier, welches am 4. Juli im Hotel Kronprinz beginnt,  nahm ich zum Anlaß, einen Rückblick auf die bisherigen Großmeisterturniere in Berlin zu wagen. In der Auflistung werde ich hoffentlich die wichtigsten Turniere berücksichtigt haben. Außen vor blieben auf jeden Fall die Meisterschaften der Berliner Schachgesellschaft, die besonders zwischen 1910 und 1930 eine teilweise hochkarätige Besetzung aufwiesen. Auch die Berliner Meisterschaften habe ich nicht berücksichtigt, obwohl sie in der Spitze durchaus erlesen besetzt waren.

Eines der herausragendsten Turniere, das je in Berlin stattfand und danach auch nicht mehr übertroffen wurde, war wohl das Turnier des Berliner Tageblattes 1928. Hier versammelte sich die Weltelite. Capablanca gewann klar, Marshall wurde Letzter. Der einzige deutsche Teilnehmer, Siegbert Tarrasch, mußte nach drei Runden wegen Krankheit zurücktreten. Fritz Sämisch, der als Ersatzmann vorgesehen war, konnte leider nicht einspringen. Für Tarrasch, der noch 200 Reichsmark erhielt, waren es die letzten offiziellen Partien.

Spektakuläre Ereignisse hatte die Schachpresse von einem Turnier im Jahr 1890 zu berichten. Curt von Bardeleben bezichtigte Emanuel Lasker des Betrugs, weil dieser in einer kritischen Position für 37 Minuten das Spiellokal verließ und nach seiner Rückkehr den einzig richtigen Zug machte! Computerhilfe konnte von Bardeleben Lasker nicht vorwerfen. Die im gleichen Jahr von Torres y Quevedo gebaute Schachmaschine konnte gerade mal mit König und Turm gegen König mattsetzen. Immerhin!

Der erste Teil der Geschichte der Berliner Großmeisterturniere behandelt die Jahre 1881 bis 1930. Vor 1881 konnte ich keine (bedeutenden) Turniere finden. Es wurden aber sehr häufig Zweikämpfe gespielt.

Wer Fehler findet oder die ein oder andere Ergänzung machen möchte, kann sich über die Kommentarfunktion mitteilen oder mir mailen.

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Zu einem Turnier gehören Wetten auf den Sieger – und auch bei uns kann gewettet werden. Es muß allerdings kein Einsatz getätigt werden und zu gewinnen gibt es auch nichts. Schade!
Zumindest dürfen aber die Quoten festgelegt werden – von allen Besuchern dieser Seite gemeinsam natürlich. Dazu dient unsere nachfolgende Umfrage, wobei anzumerken ist, das wir nicht die Ersten sind, die auf diese Idee kamen. Ilja Schneider, der selbst mitspielt und uns oben auf dem Banner freundlich entgegenlächelt (er ist der Dritte von rechts), war schneller. Wie nicht anders zu erwarten, hat er sich selbst als heißes Eisen im Feuer. Von bis jetzt neun Stimmen entfielen zwei auf ihn. Nur Robert Rabiega ist mit drei Stimmen noch besser.

Wer bei uns am Ende vorn liegen wird, möchte ich mit eigenen Prognosen nicht beeinflussen. Entscheiden Sie am besten selbst, wer Ihr Favorit ist:

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Während sich in Dortmund beim Sparkassen Chess-Meeting die Weltelite trifft, findet in Berlin nahezu zeitgleich ebenfalls ein Großmeisterturnier statt. Von der Besetzung her kann das Turnier bei weitem nicht mit Dortmund mithalten, dafür ist es aber sehr erfreulich, das  es nach über neun Jahren wieder ein gutbesetztes Rundenturnier in Berlin gibt. Schachbuchverleger Arno Nickel war im Mai 2000 der letzte Veranstalter eines GM-Turniers, dem sogenannten “Preis des Schach-Kalender“. Sieger wurde GM Suat Atalik.
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