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Nun ist das Berliner Großmeisterturnier 2009 Geschichte.
In einer spannenden Schlussrunde konnten Ilja Schneider und Robert Rabiega durch ihre Siege noch einige Positionen gut machen.
Das Turnier startete sehr harmonisch und endete, beim Abschlussabend konnte man es genauso beobachten wie beim Ausflug zum Chess960-Turnier bei Weiße Dame, in einer sehr freundschaftlichen Atmosphäre.

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Turniersieger Viktor Erdös

Turniersieger Viktor Erdös

Viktor Erdös genügte heute mit Schwarz ein Remis nach 19 Zügen zum Turniersieg – durch Zugwiederholung gegen Oliver Kurmann. Sein einziger Konkurrent Andrej Maksimenko mußte sich bereits zuvor mit Remis begnügen, nachdem Raj Tischbierek in seine Königsstellung opferte und sich mit Dauerschach zufriedengab.

Elisabeth Pähtz und Wassili Jemelin trennten sich ebenfalls remis durch eine mehrfache Zugwiederholung. Beide kamen heute gemeinsam etwas später, da eines der Fahrräder streikte und eine Reparatur fällig wurde, die für schmutzige Hände sorgte.

René Stern erreichte mit Schwarz ein Remis gegen Atila Figura. Stern hatte die Dame gegen Turm und Läufer geopfert und war am Ende ganz zufrieden damit, das Atila nur ein Unentschieden wollte.

Die beiden Partien an Brett 1 und 2, Lundin gegen Schneider und Rabiega gegen Agopov, laufen noch.

Jan Lundin

Jan Lundin

Da hier in letzter Zeit die schwedische Fangemeinde von Jan Lundin ihrem Landsmann eine IM-Norm zuerkennt, habe ich mal nachgerechnet. Nach dem FIDE-Handbuch können Normen bereits nach dem Minimum von 9 Partien anerkannt werden. Jan Lundin hatte nach 9 Runden vier Punkte gegen einen Schnitt von 2503. Für die IM-Norm benötigt er eine Leistung von 2451. Seine Leistung ist 2460 – also IM-Norm. Oder?

DSCF8059In der 8. Runde des Internationalen Großmeisterturniers in Berlin wählten die Teilnehmer Frau Elisabeth Pähtz und Herr Raj Tischbierek eine literaturbekannte Zugfolge, die nach dem 12. Zug in einer Pattstellung endete.

Die Turnierleitung wertet diese Handlungsweise als einen Verstoß gegen die FIDE-Spielregeln Artikel 12.1 und erteilt beiden Spielern eine Verwarnung.

Berlin, 9. Juli 2009

gez. Uwe Bade, IA Schiedsrichter
gez. Dr. Matthias Kribben, Turnierdirektor

fortschrittstabelle_10runden

Viktor Erdös lag während des gesamten Turniers an der Spitze und hätte den Turniersieg wohl am meisten verdient gehabt. Doch seit der 6. Runde hat er mit Andrej Maksimenko einen hartnäckigen Verfolger, der einen 1½-Punkte-Rückstand nach dem direkten Duell in Runde 4, seit der 9. Runde auf einen ½-Punkte-Rückstand zusammenschmelzen ließ. Beide spielen heute mit Schwarz gegen Oliver Kurmann (Erdös) und Raj Tischbierek. Erdös scheint den nominell stärkeren Gegner zu haben, doch spielt Kurmann sehr wechselhaft: ½ aus 3, 3½ aus 4 und 0 aus 3.

Schwer wird es für die beiden FIDE-Meister Atila Figura und Jan Lundin, denn sie brauchen noch den ganzen Punkt für die IM-Norm. Sie treffen mit Weiß auf die im gesamten Turnierverlauf besten Deutschen Ilja Schneider (Lundin) und René Stern.

Mit großem Interesse werden die Zuschauer die Partie an Tisch 6 zwischen Elisabeth Pähtz und ihrem Freund Wassili Jemelin verfolgen. Ein schnelles Remis wäre verständlich, aber gerade Elisabeth Pähtz hat als geteilte Dritte noch sehr gute Aussichten auf ein üppiges Preisgeld.

Für die Zuschauer gibt es in der letzten Runde auch noch etwas zu gewinnen, nämlich einmal 60 Euro. Allerdings streiten darum nur noch acht Stichkämpfer. Dafür fehlen allerdings bisher noch die Tipps von Olaf Sill und Jens Sorgenfrei. Die anderen drei Tippspiele gewannen Achudhan Karunaharamoorty (4. Runde mit 3 Richtigen, nach Stichkampf-Tippen der 5. Runde mit 4 Richtigen), Alexander Bock (7. Runde mit 5 Richtigen) und Anke Fischer (10. Runde mit einem Full House – 6 Richtigen!).

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